Physik des Scheiterns Die Ordnung der Unordnung: Chaos in Theorie, Praxis und in der Kunst. Ordnung ist das halbe Leben. Die andere Hälfte verbringt der Naturwissenschaftler mit dem Versuch, der grassierenden lokalen Unordnung mit Begriffen wie z.B. Entropie wenistens noch eine globale Struktur aufzuzwingen. Oder, wenn er völlig scheitert, zumindest zu beweisen, warum Teile der Welt aufgrund höherer Gewalt (Quantenmechanik) ganz prinzipiell nicht geordnet werden können. Und alle Ordnungsliebhaber sich deshalb mit unscharfen Atomen oder sogar mit Katzen abfinden müssen, die gleichzeitig tot und lebendig sind. Wo die logisch geordnete Vernunft an ihre Grenzen stößt, ist erfahrungsgemäß die Kunst nicht weit, um das Erklärungsvakuum zu füllen. Gastreferent Marcus Berkmann, M.A. (London Institute) ist nicht nur aufgrund seiner geordneten Lebensverhältnisse (unbefristetes Angestelltenverhältnis) ein Ausnahmekünstler, sondern auch durch die Betrachtung von Ordnung (und deren Auflösung) in seinem künstlerischen Schaffen. Er wird geistliche und weltliche Ordnungsinstanzen des Kunstschaffens (z.B. Kirche, Obrigkeit, Galeristen) sowie die bewusste Ordnungsnegierung (Trash Art) beleuchten und auch Ansätze zur forcierten Neuordnung etablierter Kunstanordnungen (z.B. durch Raubüberfälle auf Museen) einer kritischen Würdigung unterziehen. Hinweis: Die Veranstaltung findet am Vorabend des Oktoberfests statt. Einlass ab 18:00:00h * Beginn 18:30h
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